Investmentfonds

Investmentfonds sind eine interessante Geldanlage.

Die Suche nach der geeigneten Geldanlage ist nicht einfach. Denn will man einer Geldentwertung entgehen, muss man Erträge oberhalb der Inflationsrate erzielen. Nachfolgend einige Grundgedanken zum Thema Geld und Informationen zu Investmentfonds.

Grundbegriffe und Unterscheidungsmerkmale (Vereinfachte Darstellung)

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Geld festlegen (Geldwerte) Festlegen bedeutet nichts anderes, als der Name schon sagt. Das Geld ist festgelegt und kann nicht mehr für Sie arbeiten. Die Folge: Niedrige Zinsen und Kaufkraftverlust durch Inflation (Geldwert). Die Banken hingegen legen Geld an, tätigen ein Investment. Beteiligen sich mit Ihrem Geld an der Wirtschaft und stellen auf diese Weise Kapital für Wachstum und Innovation zur Verfügung. Vorteil für die Bank: Höhere Renditen und Inflationsschutz, da in der Regel in Sachwerten investiert wird.

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Geld anlegen (z.B. Aktienfonds) Geld anlegen bedeutet, Ihr Geld ist in Bewegung und kann somit für Ihre Ziele arbeiten. Sie entscheiden, in welche Unternehmen, Branchen oder Länder Sie investieren möchten. Somit entsteht Chancengleichheit für alle Anleger. Vorteil: Höhere Renditen und Inflationsschutz, da in der Regel in Sachwerten investiert wird. Sie übernehmen quasi das “Bankensystem”.

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Wie funktioniert ein Investmentfonds?
In einem Investmentfonds schließen sich tausende von kleinen und großen Geldanlegern zusammen. Anleger können somit schon mit kleinen Beträgen in unterschiedlichen Unternehmen, Branchen, Regionen und Kapitalmärkten investieren. Anleger erhalten mit Investmentfonds Zugang zu Anlagemöglichkeiten weltweit.

Anders als bei Versicherungsprodukten sind Investmentfonds sehr transparent. Die Wertentwicklung kann täglich in Tageszeitungen oder im Internet verfolgt werden. Grundsätzlich gibt es für jeden Zweck oder für jedes Sparziel des Anlegers den passenden Investmentfonds.

Eine ausführliche Beratung ist die Grundlage für jede Investition. Anhand des Kundenprofils und der anschließenden Analyse können die Ziele des Anlegers genau definiert werden. Über das Thema Beratung, Analyse, Empfehlungen und Beratungsdokumentation gehen wir in einer der folgenden Veröffentlichungen noch genauer ein. Jeder Investmentfonds hat einen bestimmten Anteilswert, auch Fondsanteil genannt. Die Anleger erhalten Fondsanteile entsprechend ihrer Einzahlung.

Fondsgesellschaft – Depotbank: Die Fondsgesellschaft verwaltet das Fondsvermögen. Verwahrt wird das Fondsvermögen bei der Depotbank. So ist sichergestellt, dass das Vermögen der Anleger getrennt bleibt von dem Kapital der Fondsgesellschaft. Würde eine Fondsgesellschaft in Konkurs gehen, wäre das Geld der Anleger davon nicht betroffen.

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Vorteile eines Investmentfonds:
Ein Investmentfonds bietet zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten.

Risikostreuung
Ein Fonds investiert das Geld der Sparer gemäß den jeweiligen Fondsbedingungen. Eine Risikostreuung ist gesetzlich vorgeschrieben. In der Regel dürfen maximal 5% des Fondsvermögens in Wertpapiere eines Unternehmens nicht überschritten werden. Durch diese breite Streuung können Verluste eines Wertes durch Gewinne anderer Werte ausgeglichen werden. Investmentfonds investieren in Aktien zahlreicher Unternehmen, Branchen und Ländern oder bei festverzinslichen Wertpapieren z. B. in Staats- und Unternehmensanleihen sowie in Immobilien. (Beispiel: Aktienfonds)

Flexibilität: Eine Anlage in Investmentfonds ist sehr flexibel. Fondsanteile können börsentäglich verkauft werden. Schon ab 250 EUR einmalig oder als Sparplan ab 25 EUR monatlich ist eine Investition möglich. Anleger können Beträge jederzeit erhöhen oder reduzieren. Auch regelmäßige Entnahmen können frei gestaltet werden.

Transparenz: Die Wertentwicklung von Investmentfonds können Anleger jederzeit über Tageszeitungen oder Internet verfolgen. Zusätzlich stellen Investmentgesellschaften aktuelle Informationen zur Verfügung. Die Kosten und die wesentlichen Anlegerinformationen zu einem Investmentfonds werden transparent und verständlich in einem “Key Investor Information Document” – kurz KIID genannt, zusammengestellt.

Sicherheit: Investmentfonds unterliegen der strengen Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Das Fondsvermögen der Anleger wird bei einer Depotbank verwahrt und ist somit gegen die Folgen einer Insolvenz geschützt.

Kosten bei Investmentfonds
1. Kosten beim Investmentkauf : Welche Kosten im Einzelnen anfallen, hängt vom jeweiligen Investmentprodukt ab. Grundsätzlich ist mit folgenden Kosten zu rechnen: „Agio“ In der Regel zahlt der Anleger einen Ausgabeaufschlag. Der Ausgabeaufschlag (Agio) ist die Differenz zwischen dem Ausgabepreis und dem Anteilswert. Im Schnitt liegen das Agio von Aktienfonds und Immobilienfonds bei 5 % des Anlagebetrags, Rentenfonds bei ca. 3 % und Geldmarktfonds bei 0 %.

2. Kosten innerhalb des Investmentfonds: Verwaltungsvergütung Die Fondsgesellschaft erhält für das Management der Fonds eine Verwaltungsvergütung. Die Verwaltungsgebühr ist abhängig vom gewählten Investmenttyp. Die jährlichen Gebühren liegen allgemein  bei  0,1 – 1,75 % p.a., die sich aus dem Nettoinventarwert des Fonds berechnen und aus diesem entnommen werden.

3. Depotgebühren In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass das Vermögen eines Investmentfonds bei einer Depotbank hinterlegt ist. Für die Verwahrung des Fondsvermögens erhält die Depotbank eine Vergütung, die sogenannten Depotgebühren.  Einige Investmentfonds erheben zusätzlich eine erfolgsabhängige Gebühr, sofern der Fondsmanager die Wertentwicklung seiner gesetzten Ziele übertroffen hat. Die Kosten werden direkt aus dem Fonds entnommen. In den laufend ausgewiesenen Wertentwicklungen der Investmentfonds sind diese Kosten bereits berücksichtigt.

Gesamtkostenquote: Innerhalb eines Investmentfonds gibt es zudem Kosten, wie Druck- oder Wirtschaftsprüfungskosten, die dem Fondsvermögen belastet werden und im Bericht ausgewiesen sind. Wollen Anleger die Kosten verschiedener Investmentfonds vergleichen, können sie sich an der Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) orientieren. Diese Kennzahl schließt nicht den Ausgabeaufschlag und eine eventuell anfallende erfolgsabhängige Vergütung ein, da diese Kosten auf der Ebene des Anlegers liegen.

Einen Gesamtüberblick aller anfallenden Kosten werden in einem Produktinformationsblatt zusammengefasst.

Produktinformationsblatt: Bei Investmentfonds  wird das Produktinformationsblatt als „Wesentliche Anlegerinformationen“  auch „Key-Investor-Information-Document“ (KIID oder verkürzt KIID) bezeichnet. Das KIID ersetzt den Vereinfachten Verkaufsprospekt.

Was enthält ein KIID?  KIID hat einen Umfang von zwei Seiten. Ein KIID bietet standardisierte (und somit gut vergleichbare) Informationen über wesentliche Eigenschaften des Fonds in knapper Form:

  • Identität des Fonds
  • Beschreibung der Ziele und der Anlagepolitik
  • Risiko- und Ertragsprofil
  • Kosten
  • Frühere Wertentwicklung
  • Praktische Informationen